31.12.2011

Klönschnack

Ein verlorenes Jahr?

Es ist doch erstaunlich, wie schnell die Erinnerung verblasst. Als ich diesen Eintrag das erste Mal formulierte, wollte mir so gar nichts Positives an diesem Jahr einfallen. Gefühlt zwölf Monate, die man eigentlich so glatt hätte streichen können. Gut, dass ich diesen Artikel nicht schneller abgeschickt habe, als nötig, denn es sind doch einige gute Dinge in diesem Jahr passiert. Aber der Reihe nach.

Januar/Februar/März

Das Jahr fing eigentlich schon sehr gut an. Denn Dank einer spendablen Air Malta durfte ich nach einem Weihnachtsfest im Kreise der Familie für lau zurück auf die Insel fliegen. Das Praxissemester in einer Marketingagentur ging dann auch schnell vorüber, leider ohne das angepeilte Projekt zum Abschluss zu bringen – komischerweise tauchten immer wieder Aufgaben auf, die viel wichtiger waren. Ende Februar ging’s wieder heim. Natürlich für lau.

Kaum wieder da, hatte mich auch schon die FH wieder. Nach zwei kurzen, aber arbeitsreichen Wochen hielt ich zwei Zertifikate in der Hand, die mir bescheinigten, offiziell MTM-1 und MTM-UAS zu beherrschen. Methods-Time Measurement ist eine Methode zur Ermittlung von Planarbeitszeiten. Könnte später in der Industrie durchaus hilfreich sein, und hat auch nur einen Bruchteil dessen gekostet, was Unternehmen später dafür aufwenden müssten, um mir den Kurs zu bezahlen.

Der restliche März war eher unspektakulär, zwei Klausuren, Beginn der Vorlesungen und des Alltagstrotts. Außerdem liefen mir Rebecca Black und die Nyan Cat über den Weg – nuff said.

April/Mai/Juni

Während das Semester wieder vor sich hinplätscherte, stand im Mai die grandiose Rückkehr von Waldschrat auf die Bühne im Grünspan an. Es ist unglaublich, wie sehr man etwas vermissen kann, ohne es eigentlich so richtig zu wissen. Das Konzert war der Wahnsinn. Leider das einzige auf absehbare Zeit, aber dem Gefühl nach haben die Jungs wieder Blut geleckt.

Im Juni Urlaub in Dänemark, auch das ein ewiger Klassiker. Das Hurricane leider gecancelt aufgrund von Geräuschen im Ohr, die nicht wirklich existieren, und dann war er auch schon da, der Sommer.

Juli/August/September

Erst lernen, dann Klausuren rocken, und dann entspannen, so war der Plan. Und bis auf das Entspannen, aus dem eigentlich nicht so richtig etwas wurde, ging dieser Plan ganz gut auf. Zwei Schwerpunktklausuren, unter anderem im Technischen Projektmanagement, mit jeweils einer 1,3 und eine Hausarbeit mit einer 1,0 sowie eine weitere Klausur aus dem Marketingblock – wenigstens das lief wie am Schnürchen. Und zack – war der Sommer eigentlich auch schon wieder um.

Oktober/November/Dezember

Im Oktober und November noch das letzte Modul abgeschlossen (1,7 ftwwtk), endlich scheinfrei, dann durch den November gerauscht, im Dezember noch das Nikolausturnier in Münster gerockt und nun im Prinzip schon mitten in der Abschlussarbeit.

Immer wieder erstaunlich, wie schnell so ein Jahr doch rum ist. Und im Nachhinein vielleicht doch nicht das schlechteste Jahr – zumal geschäftlich sogar noch ein paar Kunden dazugekommen sind. Finanziell gesund, körperlich fitter denn je – die zusätzlichen Pfunde schmelzen momentan täglich, ich weiß auch nicht, was da los ist – und sehr bald fertig hier. Manchmal muss man sich die Dinge nur vor Augen führen, um zu sehen, was Gutes um einen geschieht. =)

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